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DIE WELT DER MAYA - Durch Guatemala, Honduras und Belize

-Caracol, Lamanai, Xunantunich haben eins
gemeinsam
-Nord-Guatemala, Trachten und Traditionen
-Der Pétén, Blüte der Maya Zivilisation
-Von Antigua zum Atitlan, Hochland, Seen und Vulkane
-Quetzales, Manatees und Brüllaffen
-Livingston, Karibik und Garifunas
21 Tage ab Frankfurt ab EUR 2.795,-
Kurzbeschreibung:
Diese Reise führt Sie ins Herz von Mittelamerika, dorthin wo die
Landschaft am vielfältigsten und das Alltagsleben am buntesten ist. In
Guatemala, dem Land der Seen und Vulkane, leben die Nachfahren der Maya im
Hochland auch heute noch nach ihren Traditionen.
Das tropische Tiefland des Peten ist in weiten Teilen von Urwald
überwuchert, hier und in Belize, wo Ökologie Pflichtfach in den Schulen
ist, liegen noch viele alte Maya Städte unausgegraben unter dem Dach des
Regenwaldes. Natur und Kultur stehen bei dieser Reise in Einklang. Die
größten Maya Städte überhaupt, Tikal und Caracol, liegen mitten im
geschützten Regenwald, Lamanai erreichen Sie per Boot über den
Dschungelfluss. Sie werden ebenso über Flora und Fauna staunen wie über
die riesigen Pyramiden, die über das Dach des Regenwaldes hinausragen.
Der besondere Reiz dieser versunkenen Städte besteht gerade darin, das
hier (noch) nicht alles restauriert und für Besucher aufbereitet ist. In
den Naturreservaten, wie dem Quetzal Nationalpark, wo der selten gewordene
Wappenvogel Guatemala im Bergnebelwald lebt, um Tikal mit seinen riesigen
Ceibas oder dem Biotopo Chocon Machacas am Rio Dulce, wo Manatees
(Seekühe) zu Hause sind, erleben Sie Natur Pur. Auf den farbenprächtigen
Indiomärkten im Hochland Guatemalas lernen Sie die lebendigen Traditionen
der heutigen Maya kennen und erleben einen Augenschmaus an bunten
Impressionen.
Die Reiseroute führt nun von Coban aus direkt ins Tiefland des Pétén
auf einer neuen Straße und spart lange Fahrzeiten. Entspannen und Relaxen
zwischendurch werden Sie an den sauberen Wassern der Seen im Pétén,
sowie am Strand von Tela in Honduras.
Kurzinfo:
Zur Einreise nach Guatemala, Honduras und Belize genügt der noch mind. 6
Monate gültige Reisepaß. Alle Länder sind ganzjährig zu bereisen.
Beste Reisezeit: November bis April.
Klima:
Im Hochland von Guatemala ganzjährig gemäßigt wie mitteleuropäische
Sommer, im Tiefland und an den Küsten tropisch mit durchschnittlichen
Temperaturen tagsüber bis zu 28° C, nachts 24°C
Sprache:
Spanisch, in Belize auch Englisch und Kreol.
Gesundheit:
Malariaprophylaxe empfohlen.
Entfernung:
Frankfurt-Guatemala City = ca. 14 Flugstunden
TIME TABLE ---- REISEVERLAUF ---- DIE WELT DER MAYA
01 Tag: Flug nach und Ankunft in Guatemala City
Ankunft am gleichen Tag. Begrüßung und Transfer zum Hotel in Antigua.
Übernachtung im Hotel in Antigua
02 Tag: Chichi, immer noch ein Muss
Morgens Fahrt nach Chichicastenango, der berühmteste Markt Guatemalas.
Dann Fahrt auf der Panamericana bis Encuentros. Über Solola die steile
Straße hinab zum wunderschönen Atitlan See.
2 x Übernachtung im Hotel in Panajachel (F/-)
03 Tag: Der Atitlan See und seine Farben
Bootsfahrt über den Atitlan See nach Santiago de Atitlan. Ein
unvergleichliches Panorama bietet sich unseren Augen: 12 Indio-Dörfer am
Seeufer, benannt nach den biblischen Aposteln, drei mächtige Vulkane:
Atitlan, Toliman und San Pedro ragen majestätisch in den blauen Himmel,
der See selbst wechselt seine Farben je nach Tageszeit mit dem Stand der
Sonne, in Santiago begegnen uns die Indios in ihren traditionellen,
farbenfrohen Trachten. Guatemala, das Land des ‚ewigen Frühlings‘,
zeigt sich hier in seinen vielen Farben. (F/-)
04 Tag: Antigua Guatemala, schönste im ganzen Land
Die alte Hauptstadt Mittelamerikas ist heute wie eine Museumsstadt. Viele
koloniale Gebäude und Kirchen wurden nach dem großen Erdbeben von 1773
nicht mehr wiedererbaut. Die Lage ist traumhaft schön, umgeben von
Kaffeeplantagen und den 3 großen Vulkanen Agua, Fuego und Acatenango.
Kleine Wanderung zum Cerro de la Cruz mit einem herrlichem Blick auf die
Stadt und den Vulkanen.
2 x Übernachtung im Hotel in Antigua (F/-)
05 Tag: Antigua, Kaffee und Vulkane
Morgens Besuch einer Kaffeefinca. Mittags Begehung des antiken Stadtkerns,
Bummel über den Markt und Besuch eines Museums, wo farbenprächtige
Trachten ausgestellt sind. (F/-)
06 Tag: Von Antigua nach Coban
Fahrt zum Biotopo de Quetzal, einem zum Schutz dieser seltenen Vögel
angelegten Reservat.
Einfache Übernachtung im Hotel in Coban (F/-)
07 Tag: Das Quetzalreservat,
Frühmorgens Wanderung durch Bergnebelwald, mit viel Glück sehen wir hier
einen Quetzal, den farbenprächtigen Wappenvogel Guatemalas. Dann
Weiterfahrt über Coban und Sayaxche in den Pétén - so heißt der
Dschungel in der Provinz Petén.
Übernachtung in Sayaxché (F/-)
08 Tag: El Ceibal und Flores
Besichtigung der Ruinenstätte El Ceibal. Anschließend Weiterfahrt nach
Flores am Lago Pétén Itza.
2 x Übernachtung in einer Lodge am See (F/-)
09 Tag: Yax Há im Pétén
Heute erkunden Sie die alte Maya Tempelstadt von Yax Há. Anschließend
haben Sie noch Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im klaren Wasser des
Sees. (F/-)
10 Tag: Belize: Xunantunich, die City
Fahrt zur Grenze nach Belize. Mit der Fähre setzen Sie über den Belize
River und wandern hoch zur Maya-Stätte Xunantunich. Nachmittags erreichen
Sie Belize City (F/-)
11 Tag: Lamanai per Boot
Faszinierende Exkursion auf dem Dschungelfluss New River zur versunkenen
Maya-Stätte Lamanai. Ein Naturerlebnis erster Klasse ist die Bootsfahrt
zur Maya Anlage, bei der Sie viele Vögel sehen werden. Ein Erlebnis der
besonderen Art ist die Maya Stätte mit ihren großen Masken.
Übernachtung in Belize City (F/-)
12 Tag: Reise-Extra: Exkursion nach Caracol
Ganztägige Exkursion in die Maya Mountains. Fahrt ins Reservat Mountain
Pine Ridge und Besuch der entlegenen Maya-Stätte Caracol, der größten
Maya Stätte überhaupt, die einst Tikal beherrschte. Hier ist noch nicht
viel ausgegraben, aber die gigantischen Ausmaße der Stadt erschließen
sich beim Rundgang. Hier steht die an Masse größte Pyramide des gesamten
Maya Gebietes. (F/-)
Übernachtung in San Ignacio ( F/-)
Hinweis:
Caracol ist nur möglich in der Trockenzeit, wenn die Pisten passierbar
sind und die Anlage für Publikum offen ist! Die Exkursion ist inklusive,
wenn wir sie mit eigenem Fahrzeug machen können. Sollten die
Straßenverhältnisse dies nicht erlauben, so kann als Option ein Jeep
gemietet werden. Der Aufpreis beträgt für mind. 3 Personen dann PP USD
60.
13 Tag: Am Lago Pétén Itzá
Fahrt zurück nach Guatemala zum Lago Pétén Itza. Zeit zum Baden und
Ausruhen.
2 x Übernachtung in einer Lodge am See. (F/-)
14 Tag: Tikal, Königin der Maya Städte
Besuch der imposanten Maya-Stätte im Dschungel des Petén. Tikal, der “Ort,
wo Geisterstimmen ertönen“, ist die vielleicht bedeutendste
Maya-Anlage. Ein Ort der Superlative mit den steilsten Pyramiden der Maya
und ureigenen Stil- und Bauelementen; der urbane Einzugsbereich umfasste
576 qkm. Ebenso imposant ist die Fauna und Flora, riesige Ceiba Bäume,
Webervögel und Brüllaffen sind hier heimisch. (F/-)
15 Tag: Rio Dulce
Fahrt vom Lago Pétén Itzà über Poptun bis zum Rio Dulce. Am Nachmittag
Besuch der nahe gelegenen spanischen Piratenfestung Castillo de San Felipe
oder - falls genügend Zeit verbleibt - Fahrt zu Stelen in Qurigua, die
inmitten von Bananenplantagen liegen.
2 x Übernachtung im Hotel am Rio Dulce (F/-)
16 Tag: Den Rio Dulce flussabwärts nach Livingston
Ganztägige Bootsexkursion auf dem breiten Flusssystem inmitten tropischem
Regenwald. Sie durchqueren den Biotopo Chocon Machacas, eine Reservat der
seltenen Manatees (Seekühe) und fahren bis Livingston an der Karibik. Das
übersprudelnde Lebensgefühl der schwarzen Garifuna- Bevölkerung
manifestiert sich hier auch in lauter Musik, ein direkt wahrnehmbarer
Kontrast zum stillen Hochland. (F/-)
17 Tag: Copán, die Glyphentreppe und Zoomorphe
Fahrt nach Copán Ruinas in Honduras.Besuch der bedeutenden antiken
Maya-Stätte Copán. Hier in Honduras begegnen Sie dem reichen Kulturerbe
der Maya in Zentralamerika. Copán ist eine der best studierten
Mayastädte. Im Skulpturmuseum sehen Sie die filigranen Funde aus der
alten Maya Stadt. Wir nehmen uns Zeit, gehen zu Fuß durch die ausgedehnte
Anlage.
Übernachtung Hotel in Copan (F/-)
18 – 19 Tag: Die Karibik in Honduras
Fahrt zur Garifuna-Küste. Über Omoa erreichen Sie das Karibikstädtchen
Tela. Sie unternehmen noch eine kleine Exkursion durch den Punta Sal
Nationalpark, eine schmale Halbinsel mit tropischen Wäldern und
versteckten Stränden.
2 x Übernachtung in einem Hotel in Tela (F/-)
20 Tag: Transfer zum Flughafen in San Pedro Sula und Rückflug.
(F/-)
21 Tag: Ankunft in Deutschland
Hotelliste - vorbehaltl. Änderungen:
- Antigua - Hotel Casa de las Fuentes
- Panajachel - Hotel Regis
- Coban - Hotel Biotopo del Quetzal
- Sayaxache - Hotel Guayacan
- Lago Peten Itza - Hotel Gringo Perdido
- Caye Caulker - Hotel Tropical Paradise
- Rio Dulce - Vinas del Lago
- Copan - Los Jaguares
- Tela - Hotel Telamar
Termine/Preise bitte erfragen :
Einzelzimmerzuschlag: EUR 395,-
Teilnehmerzahl: min. 06 - max. 12
Abflüge ab anderen dt. Flughäfen von 50 - 75 €
* Termin = Semana Santa
Leistungen:
- Iberia Flüge Frankfurt-Guatemala-Frankfurt inkl. Airportaxen
- Direktflug Madrid-Guatemala.
- Rundreise wie beschrieben mit Minibus, inkl. aller aufgeführten
Exkursionen und Eintritte
- Übernachtungen meist in landestypischen Mittelklassehotels, an
exponierten Orten auch mal einfacher mit Frühstück; Verpflegung auf
der Exkursion nach Lamanai
- deutsche oder deutschsprachige qualifizierte Reiseleitung; in Belize
auch zusätzliche englischsprachige Führungen mit Übersetzung ins
Deutsche
- Reiseliteratur
Nicht inklusive:
- Grenzgebühren Belize ca. 20,- USD p.P.
- Flughafen -Ausreisegebühr von ca. 32,- USD in Honduras
Hinweis:
Diese Reise kann auch ab 02 Personen zum Aufpreis von € 275,-
durchgeführt werden!
Reise-Extra:
Semana Santa - Osterfeierlichkeiten in Antigua Guatemala; dann etwas
geänderter Reiseverlauf.
Das müssen Sie wissen:
Die Exkursion nach Caracol kann nach schweren Regenfällen oder bei
aktuellen Grabungen entfallen.
Besonderes:
Badeverlängerung Karibik auf der Insel Roatan / Honduras
Länderinfo Guatemala:

Die Republik Guatemala schließt im Südwesten an Mexiko an und erstreckt
sich mit seiner Atlantik- und Pazifikküste Richtung Osten, grenzt im
Nordosten an Belize, im Osten an Honduras und im Südosten an El Salvador.
Erdteil:
(Mittel-)Amerika
Offizieller Name:
República de Guatemala (Republic of Guatemala)
Ländername:
Der Landesname leitet sich aus einer Indianersprache ab, wobei der Bezug
nicht ganz geklärt ist. Entweder bedeutet er "Ort der
Holzhaufen" oder "Berg, der Wasser ausspeit".
Staatsform:
Republik
Staatsführung:
Präsident
Regierungsführung:
Präsident
Landesfläche:
108.889 qkm (Weltrang 104)
Gliederung:
20 Provinzen
Hauptstadt:
Guatamala City
Offizielle Sprache:
Spanisch
Staatsreligion:
keine
Währung:
1 Quetzal = 100 centavos
Bevölkerung:
11 090 000
Bevölkerungsdichte:
101,8 Menschen je qkm
Größte Städte:
Guatemala City 1,167,495
Mixco 436,668
Villa Nueva 165,567
Chinautla 61,335
Amatitlan 40,229
Internationales Kennzeichen:
GCA
Nationalfeiertag:
15. September (Unabhängigkeitserklärung an Spanien im Jahre 1821)
Geographische Lage:
88º W - 93º W / 13º N - 18º N
Geographische Merkmale:
höchster Berg --> Tajumulco 4220 m
Geographie:
Zwei große Bergketten ziehen sich quer durch das Zentrum des Landes; die
ältere, kargere ist die Sierra de los Cuchumatanes im Norden, die
jüngere ist die Sierra Madre im Süden mit 33 Vulkanen, von denen noch
drei aktiv sind. Sie verläuft parallel zur Pazifikküste vom Süden
Mexikos bis El Salvador und überragt die schmale Küstenebene. Der mit
Vulkanasche angereicherte Boden ist das fruchtbarste Gebiet des Landes. Im
Norden fällt das Hochland zu einem weiten, flachen Waldgebiet, dem Peten,
und zum Tiefland an der Küste des Golfas von Honduras hin ab.
Klima:
Es herrscht überwiegend tropisches Klima mit gemäßigten Niederschlägen
in der Regenzeit, wobei die Berggebiete kühler und feuchter sind.
| |
Höhe |
Temp.
Januar |
Temp.
Juli |
Jährlicher
Niederschlag |
| Guatemala |
1480 |
17 |
21 |
1316 mm |
Flora/Fauna:
Die Regenwälder des Tieflandes sind reich an tropischen Harthölzern und
Kautschukbäumen. In höheren Lagen wachsen Eichen und Nadelhölzer,
entlang der Küsten auch Magrovenwälder. Hier leben noch Jaguare,
Pekaruis, Affen und in den Flüssen Krokodile und Lamantine.
Zeitzone:
MEZ -7,0 Stunde(n)
Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner:
1.480 $ (US)
Geburtsrate je 1000 Menschen:
35,4 (Weltdurchschnitt. 25.0).
Todesrate je 1000 Menschen:
7,5 (Weltdurchschnitt 9.3).
Wirtschaftliche und soziale Kennziffern:
| Dienstleistung:
(in %) |
59
|
| Industrie:
(in %) |
16,7
|
| Landwirtschaft: (in
%) |
24,3
|
| BSP/Kopf: (US$) |
1580
|
| Inflation: (in %) |
7,5
|
| Arbeitslosigkeit: (in
%) |
4,7
|
| Urbanisierung: (in %) |
42
|
| Bev.-Wachstum/Jahr:
(in %) |
2,4
|
| Kindersterblichkeit:
(in %) |
4,6
|
| Einwohner pro Arzt: |
7143
|
Bruttoinlandsprodukt:
12,86 Milliarden US-Dollar; 988 US-Dollar pro Einwohner
Ausfuhrgüter:
Kaffee, Zucker, Bananen, Rindfleisch, Schalentiere, Kardamom, Erdöl,
Baumwolle
Einfuhrgüter:
Treibstoff und Erdölprodukte, Maschinen, Getreide, Düngemittel,
Kraftfahrzeuge
Industrie:
Zucker, Stoffe und Kleidung, Möbel, chemische Erzeugnisse, Erdöl,
Zement, Metalle, Gummi, Tourismus, pharmazeutische Produkte
Rohstoffe:
Erdöl, Nickel, seltene Hölzer, Fisch, Chicle, Antimon, Blei, Eisen,
Wolfram.
Verkehr:
Das Eisenbahnnetz hat eine Länge von 953 km, das Straßennetz von 18.000
km (davon 2.850 km asphaltiert).Internationaler Flugplatz bei der
Hauptstadt und Santa Elena.
Weltkulturerbe:
Antigua Guatemala; Nationalpark Tikal; Maya-Ruinen und archäologischer
Park Quirigua
Kultur:
Auch im kulturellen Leben Guatemalas spiegelt sich die gesellschaftliche
Spaltung wider: während in den Städten eine kosmopolitische, an den
Industrieländern orientierte Kultur dominiert, ist die Landbevölkerung
traditionellen Mustern verpflichtet.
Staatsfahne:
Am 17.08.1871 eingeführt, offiziell erst am 05.09.1968. Das Blau steht
für den Himmel, aber auch für die Gerechtigkeit und den Glauben,
während das Weiß Reinheit und ausgewogene Vernunft symbolisiert. Die
Farbenfolge bezieht sich auf die geographische Lage Guatemalas zwischen
Pazifik und Karibischem Meer.
Geschichte:
Als der Spanier Pedro de Alvarado das Land 1523 betrat, war die Hochkultur
der Mayas bereits seit langem verschwunden und für die Spanier war es ein
leichtes, die kleinen Königreiche der Maya-Nachfahren zu unterwerfen. Die
Spanier blieben bis 1821, kurzfristig fiel Guatemala an das
Königreich,Mexiko war dann Bestandteil der Zentralamerikanischen
Föderation und wurde endlich 1838 unabhängig. Diktatorische Präsidenten
übernahmen die Macht - seit Beginn dieses Jahrhundert oft nur Marionetten
des mächtigen US-Konzerns "United Fruit Company" (Chiquita).
1951 wurde der linksorientierte Arbenz Guzman Präsident. Er begann mit
einer Bodenreform und gab dabei auch ungenutztes Land der United Fruit zur
Enteignung frei. Ein Staatsstreich, von der CIA organisiert und von den
US-amerikanischen Landbesitzern unterstützt, bereitete dem Projekt 1954
ein Ende. Immer noch sind zwei Drittel des privaten Bodens in der Hand der
Großgrundbesitzer. Wie in so manchen Staaten der Region erwies sich das
Militär fortan als wahrer Machthaber und unterdrückte brutal jegliche
Opposition. Die Folge: Guerilla-Organisationen entstanden und fanden
Unterstützung in der Bevölkerung. Ende der 70er Jahre wuchs sich der
Kampf zu einem schmutzigen Bürgerkrieg aus. Rund 150.000 Menschen wurden
getötet - 50.000 sind verschwunden. Mehr als eine Million Guatemalteken
flohen in die Nachbarländer. Erst Ende 1996 kam es zum Friedensabkommen
zwischen der Regierung und den Guerrilleros. Seither gab es eine Reihe von
Lynchmorden gegen Menschenrechtlern, Journalisten und Geistliche.
Weiterhin terrorisieren Todesschwadrone die Bevölkerung genauso grausam
wie während des Bürgerkrieges.
Aus der Stichwahl zur Präsidentschaft in Guatemala vom 26.12.1999 ging
Oppositionskandidat Alfonso Portillo (48) mit 68,3% der Stimmen als Sieger
hervor. Gegenkandidat Oscar Berger von der regierenden konservativen
Partei des Nationalen Fortschritts erhielt 31,7%. Die Wahlbeteiligung lag
bei nur 40%. Im ersten Durchgang der Präsidentenwahl am 7.11.1999 hatte
Portillo rund 48% der Stimmen erhalten, Berger etwa 30%. Portillo gehört
der rechtsgerichteten Republikanischen Guatemaltekischen Front (FRG) von
Ex-Diktator Efraín Ríos Montt (73) an, als dessen Marionette er gilt.
Portillo wird Nachfolger von Präsident Alvaro Arzú (53) und kann sich im
Parlament auf eine absolute Mehrheit der FRG (43 von 80 Mandaten)
stützen. Arzú war vor allem durch Korruptionsskandale im Zusammenhang
mit der Privatisierung von Staatsbetrieben ins Zwielicht geraten. Im
Wahlkampf hatte Portillo zugeben müssen, 1982 als Student zwei Menschen
umgebracht zu haben. Er sei angegriffen worden und habe sich nur
verteidigt, erklärte er.
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